Das Schulpaket gibt einem Kind Zugang zu Bildung
In Nigeria können öffentliche Schulen oft nicht einmal die grundlegendsten Dinge wie Tische und Stühle bereitstellen. Wenn ein Kind keinen Tisch und keinen Stuhl hat, muss es auf dem kalten Boden sitzen, der oft voller Löcher ist, oder sich mit anderen Kindern auf eine Fensterbank quetschen. Land of Hope arbeitet mit einem lokalen Tischler zusammen, der für alle unsere Kinder Schultische und Stühle baut.
Schuluniformen sind in Nigeria Pflicht. Hat ein Kind keine Uniform, kann ihm der Zugang zum Unterricht verweigert werden.
Wissen ist der Schlüssel im Kampf gegen Aberglauben
Bildung ist ein Grundrecht für jedes Kind, und dennoch gehen 18,5 Millionen Kinder in Nigeria nicht zur Schule, weil die Kosten zu hoch sind. Das ist die höchste Zahl weltweit – und hat schwerwiegende Folgen für die Entwicklung des Landes.
Wir wissen, dass Kinder, unabhängig von Herkunft und Lebensumständen, durch Bildung nicht nur ihr eigenes Leben verändern, sondern auch ihre gesamte Gemeinschaft positiv beeinflussen.
Land of Hope arbeitet gezielt daran, dass die Kinder, die wir retten, nicht nur überleben, sondern Bildung als Grundlage für ein selbstständiges Leben erhalten. Wir sorgen dafür, dass sie lokale Schulen besuchen, wo sie mit anderen Kindern aus den umliegenden Gemeinden zusammenkommen. Das ist entscheidend für unsere Arbeit gegen schädlichen Aberglauben, denn sie dürfen nicht aus ihrem Umfeld entfernt werden. Stattdessen müssen wir zeigen, dass sie keine „Hexen“ sind.
Schule hilft, die Traumata der Kinder zu heilen
Die Kinder bei Land of Hope lieben es, zur Schule zu gehen. Jeden Morgen stehen sie früh auf und ziehen voller Stolz ihre Uniformen an, weil sie Bildung niemals als selbstverständlich ansehen. Sie lieben es, Neues zu lernen, und arbeiten jeden Tag fleißig an ihren Hausaufgaben.
Für sie ist Schule weit mehr als Lernen und Wissen. Hier beginnen ihre Traumata zu heilen. Hier finden sie langsam zurück ins Leben und gewinnen Selbstvertrauen und Vertrauen in die Welt zurück.
Einer unserer Jungen, Elijah, konnte kaum ein Wort Englisch sprechen, als wir ihn 2017 retteten.
Nach dem Tod seiner Mutter beschuldigte seine Tante ihn, eine Hexe zu sein. Er wurde verlassen und später misshandelt. Ein Dorfbewohner fand ihn auf der Straße und brachte ihn zur Polizeistation, die uns kontaktierte. Elijah kam als zutiefst traumatisierter und handlungsunfähiger kleiner Junge zu Land of Hope – mit Schnittwunden am ganzen Körper. Wir mussten ihm zurück ins Leben helfen, und die Schule wurde zu dem sicheren Ort, der ihm Hoffnung auf eine geschützte Zukunft gab.
Schon nach zwei Monaten in der Schule sprach Elijah fließend Englisch. Heute bekommt er Bestnoten, und neben seinem liebevollen und hilfsbereiten Wesen liebt er es, Bücher zu lesen und mit den anderen Kindern bei Land of Hope Fußball zu spielen.














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